Was sagen die Schülerinnen und Schüler zu ihrer Schulsituation? Autor: Robert Gareißen

Im Rahmen unseres Besuches des Schulprojektes IAPS wollten wir gerne wissen, wie die Zielgruppe des Projektes, die Schülerinnen und Schüler, über ihre Situation denken und empfinden.

Dazu haben wir die Klassenstufen 6, 7 und 8 gefragt. Das Ergebnis bestätigt im Grunde unsere eigenen Beobachtungen und Einschätzungen.

Auswertung der Umfrage bei Schülern und Schülerinnen IAPS am 23.2.2018

  1. Teilnehmer: SchülerInnen der Klassen 6 (30), 7 (53) und 8 (37) – gesamt 120
  2. Ziel der Umfrage: Stimmungsbild bei den Teilnehmern
  3. Vorgehen: Den Teilnehmern wurden in Anwesenheit der Klassenlehrer durch Jörg, Theo und Robert in je einer der Klassen folgende drei Fragen gestellt:
  • Was findest Du in Deinem Klassenerlebnis gut?
  • Was findest Du in Deinem Klassenerleben nicht gut?
  • Wenn Du einen Wunsch frei haben würdest, welches wäre Dein dringendster Wunsch?

Die Fragen wurden in englischer Sprache gestellt und auch in dieser Sprache beantwortet.

Auswertung der wesentlichen Antworten auf die o.a. Fragen

Zur ersten Frage „Like“

Auffallend ist, dass einige Teilnehmer diese Frage vermischten mit der zweiten Frage, d.h. dass hier nicht die Antwort gegeben wurde zum Ist Zustand des Gefallens sondern zum wünschenswerten. So wurden fehlende Bücher (story books), Klassenmöbel wie Stühle und Pulte/Tische, grüne Bepflanzungen im Schulgelände sowie Verbesserungen der Sportmöglichkeiten hier angegeben.

Im Einzelnen:

Klasse 6:

Die Mehrheit hob positiv den gemauerten Klassenraum sowie die Schaffung der Schlafräume (dormitories for boys und girls) und das Vorhandensein von Elektrizität hervor.
Die Kleidung (free uniform) wurde als gut empfunden.
Die Leistung des Lehrers wurde gelobt.
Bei dieser Klasse war die o.a. Vermischung der Frage 1. Und 2. am häufigsten, so dass hier wenige Aussagen festzuhalten sind.

Klasse 7:

Die positiven Dinge sind hier ähnlich verteilt wie in Klasse 6.
Die Leistung des Lehrers wurde gelobt.
Zusätzlich wurde von einigen der Wunsch nach mehr Kleidung und heißem Wasser am Morgen zum Waschen aufgeführt.

Klasse 8:

Der gemauerte Klassenraum, die Elektrizität, das vorhandene Schreibmaterial, die Tafel und weitere Charts an den Wänden sowie die Praxis der englischen Sprache wurde vielfach hervorgehoben.
In dieser Klasse wurde am detailliertesten auf die differenzierten Fragen eingegangen, was wegen des höheren Alters der Schülerinnen in dieser Klasse  nicht verwunderlich ist.

Die Frage nach dem „Like“ wurde in allen Klassen relativ ähnlich beantwortet, die einzelnen Punkte sind nicht allzu viele, was nicht verwunderlich ist.

Zu 2. Frage „D´like“

Zu folgenden nenne ich die Punkte mit abnehmender Häufigkeit in der Beantwortung, unabhängig von der Klassenzugehörigkeit:

  • 80 Teilnehmer (TN) nannten die fehlenden Bücher, wobei die story books vorwiegend genannt wurden
  • 72 TN nannten die mangelhafte Ausstattung mit Schulmöbeln (Tischen und Stühlen)
  • 42 TN nannten das Fehlen von Fenstern und die damit verbundene Kälteeinwirkung als sehr unangenehm und nicht lernförderlich
  • 27 TN wünschten sich einen Zaun um die Schule und mehr grüne Anpflanzung bis zur Wiese
  • 10 TN finden die Toiletten und Latrinen nicht gut und wünschten sich auch dort Handtücher
  • 16 TN finden den Lärmpegel in den Klassenräumen unangenehm und nachteilig für das Lernen und Arbeiten im Klassenraum

Folgende Punkte wurden nicht genannt, sind aber aus meiner Sicht durchaus interessant und des Nachdenkens wert:

  • 12 TN setzen sich für die Schaffung von sog. Lehrerhäusern ein, damit diese mehr präsent sind
  • von einzelnen wurde die Wasserqualität und die verfügbare Wassermenge bemängelt
  • der Boden im Klassenraum sollte verbessert werden
  • Moskitonetze in den Schlafräumen werden gewünscht
  • in den Klassenräumen sind zu viele Schüler und dort sitzen an einzelnen Tischen zu viele nebeneinander
  • das Essen ist einigen auch zu wenig
  • die sportliche Betätigung ist durch fehlendes Sportgerät und fehlendes Gelände dafür zu wenig möglich.

Zur 3.Frage „wish“

Hier wurden vor allem künftige Berufswünsche angegeben, deren häufigste folgende sind:

  • 30 TN Doktor/Chirurg
  • 19 TN Pilot
  • 15 TN Ingenieur
  • 14 TNH Lehrer/head teacher
  • 11 TN Jurist
  • 5 TN Fussballer in Deutschland

Folgende Wünsche sind nicht häufig genannt worden, geben aber eine durchaus positive Einstellung wieder:

  • für das eigene Land, den eigenen Volksstamm Massai wollen einzelne etwas tun als Präsident und leader, dazu gehört auch der Wunsch, ein bedeutender Mensch zu werden.
  • der Wunsch, Professor zu werden, wird von 2 TN mit dem Begriff Sponsor verbunden
  • die Schule erfolgreich und mit gutem Ergebnis zu beenden wird vereinzelt genannt
  • den Anschluss mit der secondary school nennen auch 2 TN
  • Pastor, Journalist, Banker, Meteorologe und Cowboy sind auch Berufswünsche

Mit dem folgenden Einzelwunsch soll diese Auswertung schließen:

„Ich möchte gerne ein hart arbeitendes Kind sein“ !

Massai Internat

A school in Kenia sponsored by Lions Clubs and Friends

Massai-Kinder konnten die Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) nur für etwa drei Monate im Jahr besuchen. Denn als Halbnomaden mussten sie in der Trockenzeit zusammen mit ihren Eltern bis zu 30 Kilometer zurücklegen, um Futter für ihre Herden zu finden. Die Umwandlung der IAPS in ein Internat, erlaubt es den Kindern, in der Schule zu bleiben, wenn die Eltern weiterziehen. So können die Kinder ganzjährig im Internat lernen und die Abschlussprüfungen erfolgreich absolvieren.

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