Anonyme schriftliche Bewertung der Internats-Situation durch die Schülerinnen über ihre Situation im Internat

Die Internats-Schülerinnen wurden – wie bereits im Februar 2018 – gefragt, was sie bemängeln und auch, was Ihnen gefällt. Es gab insgesamt 58 schriftliche Bewertungen. Für eine Würdigung dieser Aussagen ist aber wichtig, dass wir dieses Mal alle Mädchen gemeinsam befragt haben, eine Trennung  nach Altersgruppen war nicht möglich, weil ich alleine war.

Negative Bewertungen (Hier gab es zu den einzelnen Punkten nur sehr wenige Nennungen):

Im Innenhof des Dormitory trockne die Wäsche schlecht, außerdem rieche es dort sehr schlecht. Manchmal gebe es kein Wasser. Die Duschmöglichkeit solle verbessert werden. Es fehle im Schlafsaal außerdem an ausreichend Licht. Das Gleiche gelte aber auch für den Speisesaal.

Es fehle an Klassenräumen und in den vorhandenen fehlten zumeist lesbare Tafeln, außerdem fehle es an Schulbänken und Tischen, aber auch an einer Schulbibliothek. Es fehle aber auch an Schulheften und an genügend Schulbüchern. Es fehle an Schuluniformen. Es fehle an einem Schulbus.

Eine Schülerin schreibt aber: „Es gibt nichts auszusetzen!“

Positive Bewertungen:

Sehr oft werden zunächst die materiellen Verbesserungen (im Vergleich zum bisherigen Leben?) genannt: Das Vorhandensein der Gebäude(1x), des Schlafsaal-Gebäudes (2x), der Regenwasser-Sammeltanks (5x), von Strom/Elektrizität/Licht zum Lesen und Lernen (22x), Wasser zum Trinken/Duschen/Waschen (29x), guter und ausreichender Ernährung/Mahlzeiten (23x), guter Unterbringung/Betten (3x), Sauberkeit/Gesundheit/Hygiene (12x), Toiletten (2x).

Was aber von Einigen besonders hervorgehoben wird, ist: Wir haben einen Platz im Internat. Wir fühlen uns im Internat wohl. Das Internat erfüllt alle unsere Bedürfnisse. Wir können gut schlafen. Das ist ein zu Hause für Mädchen. Wir haben hier nachmittags und abends (wenn Strom da ist) genug Zeit zum Lesen und Lernen.  Wir haben dadurch unsere Leistungen im Vergleich zur Tagesschule – deutlich verbessert. Wir haben sehr gute und ausreichende Lehrer (14x) und einen sehr guten Schuldirektor. Alle Lehrer freuen sich über unsere Leistungen und sie leiten uns gut an und sie beraten uns gut. Sie lieben uns, sie lehren uns gutes Benehmen. Sie erläutern uns, wie wir unser Leben gestalten können.  Sie haben Sympathie für Massai und motivieren uns, fleißig zu lernen. Sie sind glücklich darüber, dass wir lernen.

Das Internatsleben hilft uns, weil wir dort keinen Stress mit Zwangsheirat haben. Das Boarding verhindert Female Genital Mutilation (FGM), das wäre zu Hause anders. Im Internat haben wir sehr gute Dinge: Die Betten/Gutes Schlafen, die Möglichkeit zu duschen, gutes Essen. Besonders wichtig aber ist, dass die sonst üblichen häuslichen Probleme für Mädchen im Internat wegfallen (Hausarbeit, Wasserholen, Mutter helfen).

Es werden uns neue Dinge gelehrt: Hygiene und Sauberkeit, Disziplin und Ordnung. Wir lernen das Nähen und viele andere gute Dinge, die uns helfen und die wichtig für uns sind: Z.B. dass es wiederverwendbare Binden gibt und dass wir diese später auch selber nähen können. Sie lehrten uns, wie die wiederverwendbaren Binden  zu verwenden, zu tragen, zu waschen und zu trocknen sind (27x). Wir fühlen uns wohl, wenn wir sie tragen. Wir haben das Nähen mit den Maschinen gelernt.

Von einigen wird – im Gegensatz zu der oben geäußerten Kritik – die Verfügbarkeit von Büchern positiv hervorgehoben.

Massai Internat

A school in Kenia sponsored by Lions Clubs and Friends

Massai-Kinder konnten die Tagesschule Ilkeek Aare Primary School (IAPS) nur für etwa drei Monate im Jahr besuchen. Denn als Halbnomaden mussten sie in der Trockenzeit zusammen mit ihren Eltern bis zu 30 Kilometer zurücklegen, um Futter für ihre Herden zu finden. Die Umwandlung der IAPS in ein Internat, erlaubt es den Kindern, in der Schule zu bleiben, wenn die Eltern weiterziehen. So können die Kinder ganzjährig im Internat lernen und die Abschlussprüfungen erfolgreich absolvieren.

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